G, H, I



G bis I

 

Haflinger

Exterieur

Der Haflinger ist ein attraktives Kleinpferd. Der Einfluss des Kaltblut spiegelt sich in seiner kräftigen Statur und robusten Art wieder. Der Kopf dagegen wirkt elegant und edel im orientalischen Stil mit großen Augen und kleinen Ohren, das Profil ist entweder gerade oder hechtförmig.

Unverkennbar ist des Haflingers Farbe: Palomino (ein Fuchs mit hellem Langhaar).

Die Größe beträgt ca. 135-145 cm.

Geschichte

Über die Ursprünge des Haflingers ist man sich im Unklaren. Angeblich soll der deutsche König Ludwig IV. seinem Sohn, Ludwig von Brandenburg, 1342 einen Hengst aus Burgund zum Hochzeitsgeschenk gemacht haben. Aus Kreuzungen mit dort ansässigen Stuten soll, dann das Haflingergeschlecht entstanden sein. Für diese Annahme gibt es allerdings keine konkreten Beweise. Nach einer zweiten Hypothese stammt der Haflinger von orientalischen Pferden ab, die  nach der Vertreibung der Ostgoten 555 n. Chr. in Tirol zurückgeblieben sein sollen. Doch auch diese Quelle kann nicht belegt werden. Sicher ist, das der moderne Haflinger vom Araber ab 1868 veredelt worden ist. Nahezu alle Tiere gehen auf den Hengst El Bedavi zurück.

Der Haflinger wird heute wegen seiner Trittsicherheit als Bergpony oder in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt. Als Reitpferd hat er sich bewährt und wird gerne als Erstpferd für Kinder gewählt.

Zuchtgebiete

Die Zuchtgebiete erstrecken sich über die ganze Welt. Besondere Gebiete sind Österreich, hier überwacht der Staat die landesweite Zucht, Südtirol und Deutschland.

 

Hannoveraner

Exterieur

Der Hannoveraner ist ein Leistungspferd, worauf seine gesamte körperliche Konstitution basiert. Das Grundgerüst ist kräftig, der Rücken ist lang und tragfähig, die Hinterhand muskulös. Seine Beine, die lang und gut gebaut sind mit großen, flachen Gelenken und gut geformten Hufen, ermöglichen ihm die raumgreifenden Bewegungen für die er berühmt ist. Der Kopf ist mittelgroß und hat ein gerades bzw. geramstes Profil, die Ohren sind mittelgroß, fein geschnitten, während die Augen weit auseinander stehen und ihm ein sanftmütiges Aussehen verleihen.

Den Hannoveraner gibt es in allen Grundfarben, gelegentlich kommen weiße Abzeichen an Kopf und Füßen vor.

Das Stockmaß befindet sich zwischen 152-170 cm.

Geschichte

Die Ursprünge des Hannoveraners lassen sich weit zurückverfolgen, schon im Jahr 732 entdeckt man Spuren fränkischer Pferde, die zu ihren Ahnen gehören. Ab dem 8. Jahrhundert entwickelten sich diese Pferde zum Ritterpferd und ab dem 17. Jahrhundert züchtete man gezielt, um den Bedarf an Militärpferden zu decken. Hieraus entstand dann u.a. der Hannoveraner, der zu dieser Zeit noch etwas grobschlächtig war. Zum Glück dieser Rasse übernahm ein Hannoveraner (Georg I) 1714 den englischen Thron und nahm sich der Pferde seiner Heimat an. 123 Jahre stand der Hannoveraner in der königlichen Gunst, solange bis auch die hannoveranische Herrschaft dem Ende zuging. Innerhalb dieser Zeit, genau 1735, wurde in Celle ein Staatsgestüt gegründet. Es wurden Kreuzungen vorgenommen, bei denen der Hannoveraner verfeinert wurde. Spätestens nach dem zweiten Weltkrieg, als das Interesse am Turniersport zunahm und der Hannoveraner den Anforderungen gemäß angepasst wurde, entspricht er dem heutigen Bild, das wir von diesen bedeutenden Pferd haben.

Hannoveraner heute sind fast ausschließlich im Turniersport anzutreffen, seine raumgreifende, rhythmische Mechanik eignet das Tier hervorragend für den Dressur- sowie Springsport. Großer Wert wird auf das Temperament der Pferde gelegt, nur Hannoveraner mit ausgeglichenem Charakter werden zur Zucht zugelassen.

Zuchtgebiete

Gezüchtet wird in Deutschland unter strengster Kontrolle auf dem Landgestüt Celle, sowie in Privatgestüten weltweit.

Holsteiner

Exterieur

Der Holsteiner ist ein edles Sportpferd, das deutlich vom Vollblut geprägt wurde. Der muskulöse schön geformte Hals geht in einen kräftigen, manchmal etwas lagen Rücken über. Die gut ausgeprägte Hinterhand, sowie die langen Beine mit großen, robusten Gelenken ermöglichen dem Holsteiner die raumgreifenden Bewegungen, für die er berühmt ist. Seine Vorderbeine stehen weiter auseinander als gewöhnlich. Dieses Pferd besitzt einen langen Kopf mit einem geraden Profil, seine Ohren sind relativ lang und spitz, die Nüstern zum maximalen Luftaustausch weit ausgestellt.

Farblich weißt der Holsteiner alle Grundfarben auf, meistens findet man Braune und Schimmel.

Das Stockmaß befindet sich zwischen 160 cm und 170 cm.

Geschichte

Die Spuren der Holsteiner gehen bis ins Mittelalter zurück, das Klostergestüt Uetersen züchtete bereits im 13. Jahrhundert Pferde, die zu den Vorläufern dieser Rasse gehören. Zu dieser Zeit handelte es sich noch um ein ziemlich grobschlächtiges Tier, das hauptsächlich zu schweren Arbeiten herangezogen wurde. Später nutzte man den Holsteiner für das Militär. Wegen seiner Größe und Zähigkeit eignete er sich perfekt für lange Märsche und zum Ziehen schwerer Lasten. Man kreuzte den Holsteiner mit anderen Rassen und erreichte eine wesentliche Verfeinerung des Erscheinungsbildes. Die große Beliebtheit, die diesem Pferd entgegenschlug schadete ihm mehr als sie nützte, die Nachfrage überstieg das Angebot, so dass die Qualität der Rasse darunter litt. Als 1886 das erste Stutbuch gegründet wurde und 1891 sich die lokale bäuerlichen Zuchtvereine zum Holsteiner Zuchtverband zusammenschloss, sichte man den Bestand und die Reinheit der Rasse.

Der Holsteiner heute ist ebenso auf dem Turnierplatz als ausgezeichnetes Dressur- und Springpferd zu finden, wie auch vor der Kutsche oder auf Militärparaden. Er ist eine Synthese aus Kraft und Eleganz, was ihn von anderen Pferden unterscheidet.

Zuchtgebiete

Das Hauptzuchtgebiet findet man in Holstein in privater Hand, eine zentrale Vermarktung, sowie ein Hengstdepot ist in Elmshorn niedergelassen. Die Nachzucht ist weltweit, besonders aber in Dänemark.

Isländer

Exterieur

Das Islandpony ist allgemein sehr kräftig mit kurzem Körper und Gliedmaßen. Mähne, Schweif und Schopf fallen besonders üppig aus, um das Pony vor der Witterung zu schützen. Der Kopf  ist ist relativ groß, die Ohren sind klein, die Augen blicken freundlich.

Außer Tigerschecken sind beim Isländer alle Farben vertreten, auch in ungewöhnlichen Kombinationen.

Isländer kommen in einer Größe von 125 cm bis 140 cm vor.

Geschichte

Das Islandpferd entstand aus einer Kreuzung von verschiedenen Keltenponys, die im 9. Jahrhundert von Siedlern aus ganz Skandinavien nach Island gebracht wurden. Um 1200 erfolgte ein Einfuhrverbot für Pferde nach Island, das 700 Jahre eingehalten wurde. In dieser Zeit entwickelten sich die Ponys unter harten Bedingungen zu widerstandsfähigen Tieren. 1783 kamen bei einem Vulkanausbruch ca. 24000 Ponys um, doch der Bestand erholte sich schnell von dieser Katastrophe. Seit 1900 wurde der Export in andere Länder freigegeben, 1920 wurde das Stutbuch eingeführt und seit 1940 gibt es eine sogenannte Zuchtleitung.

Heute sind die Isländer vor allem wegen ihrer fünf Gangarten sehr beliebt. Sie beherrschen außer den üblichen drei (Schritt, Trab und Galopp) noch den Tölt, den Paß sowie eine Gangart im Viertakt. Häufig werden sie als Freizeitpferd gehalten, in Island werden sie noch immer für die Landarbeit genutzt.

Zuchtgebiete

Die Zucht findet weltweit statt, das Hauptzuchtgebiet befindet sich in Island.

 

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