Zubehör

 

Gebisse und Zäumungen der Pferde

Die Anzahl der Gebisse für Pferde ist so umfangreich das wohl niemand alle kennen kann. Ständig werden neue Gebissarten auf den Markt gebracht, sinnvolle, aber auch wahre "Marterinsturmente", die dem Pferdemaul erheblichen Schaden zufügen können und bei fehlgeleitetem Einsatz des Reiters keine Bestrafung des Pferdes sondern glatte Tierquälerei sein kann.

Das Angebot an Trensen und Reithalftern für Pferde ist ebenso umfangeich. Die Unterschiede liegen aber meist in Material und Design.


Die nachfolgenden Bilder zeigen die gebräuchlichsten Zäumungen und Gebisse für Pferde:
Bosal Das Bosal (klassisches Hackamore)
Es besteht meist aus einer rundgeflochtenen, steifen, ledernen Schlinge. Diese ist über dem Nasenbein des Pferdes abgerundet und endet, spitz zulaufend, unter dem Kinn in einem dicken Knopf.
Das Bosal wird durch einen einfachen, über das Genick laufenden, Riemen gehalten.
An den Knopf des Bosals wird die Mecate befestigt und dient als Zügel. Das verbleibende Ende wird als Führ- oder Anbindestrick verwendet.
Hackamore Das Hackamore (mechanisches)
Es besteht aus einem meist in Leder gefassten Nasenriemen mit zwei Hebelanzügen, an welchen die Zügel befestigt werden, und einer Kinnkette (Kinnriemen). Gehalten wird es durch eine Trense mit Stirnband und Kehlriemen.
Es erzeugt beim Anziehen der Zügel sehr starken Druck auf Ober-, Unterkiefer und das Genick des Pferdes. Obwohl Gebislos gehört das mechanische Hackamore zu den "scharfen" Zäumungen. Die Einwirkung der Zügelhand wird durch die Mechanik um ein vielfaches verstärkt.
Das Hackamore sollte nur vom erfahrenem und feinfühligem Reiter eingesetzt werden!
Trense Die Trense
Die gebräuchlichste Form der Zäumung für das Pferd ist die "Trense". Die Trense besteht aus Stirnriemen, Kehlriemen und dem über das Genick laufenden Riemen in welchem das Gebiß verschnallt wird. In den Ringen des Gebisses werden die Zügel befestigt.
In der klassischen und einigen anderen Reitweisen wird die Trense mit einem Reithalfter kombiniert. Das Reithalfter verhindert das Aufsperren des Maules und schränkt die Kaubewegungen ein. Nachfolgend die drei bekanntesten Reithalfter.
Hannoversches Reithalfter
  • Das Hannoversche Reithalfter
Englisches Reithalfter
  • Das Englische Reithalfter
Mexikanisches Reithalfter
  • Das Mexikanische Reithalfter (Kreuzhalfter)
Hier haben wir Ihnen einige der gebräuchlisten Gebisse für Pferde zusammengestellt:
Wassertrense Wassertrense
Trensenstange Trensenstange
Olivenkopftrense Olivenkopftrense
Pelham Pelham
Dressurkandare Dressurkandare
Springkandare Springkandare
Doppeltrense Doppeltrense
Knebeltrense Knebeltrense
Cur-Bit Cur-Bit
Sweet-Bit Sweet-Bit

Kandare

 

Sattelkunde
Gleich welche Reitweise, welcher Sattel, eines trifft für alle zu:
Der verwendete Sattel sollte dem Pferd passen (gut sitzen)!!
Ein schlecht sitzender Sattel erzeugt Druckstellen, Verspannungen und kann dem Pferd zur Qual werden! Letzteres zieht oft einen Teufelskreis hinter sich her, der im schlimmsten Fall dazu führen kann, das das geliebte Pferd ernsthaft erkrankt.

Sättel werden in der Hauptkategorie in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Die Sportsättel (Pritschsättel), z.B. Springsattel, Dressursattel usw. und
  • die Trachtensättel, z.B. Töltsattel, Westernsattel, Stocksattel usw.

Die Unterscheidung der einzelnen Sattelarten erfolgt aufgrund Ihrer Bauweise:
Sportsättel haben kurze Stege unter der Sitzfläche und verteilen das Reitergewicht nur gering. Ermöglichen aber sehr fein abgestimmte Hilfengebung. Für lange Ritte sind diese Sättel hingegen nicht zu empfehlen.
Der Trachtensattel hat eine wesentlich größere Unterpolsterung die das Reitergewicht besser verteilt. Der Sitz für den Reiter ist bequemer gearbeitet. Diese Sättel eignen sich für lange Ritte und die tägliche Arbeit mit dem Pferd.

Danach erfolgen weitere Unterteilungen, beim Westernsattel z.B. für die Art des ausgeführten Sports in Cutting-Sattel, Trail-Sattel, Roping-Sattel usw.

Einige der bekanntesten Sättel stellen wir Ihnen nachfolgend vor.
Darüber hinaus gibt es aber viele weitere Sättel.
Dressursattel

Klassischer Dressursattel

Er hat eine flache Sitzfläche und meist so gut wie keine Pauschen. Das Sattelblatt verläuft fast senkrecht nach unten. Bei den klassischen Sätteln gibt es verschiedenartige Modelle, teils mit außen aufgesetzten Pauschen.
Außer dem Dressur- und Springsattel gibt es den Vielseitigkeitssattel (Mehrzwecksattel). Diese Modelle werden oft mit den Bezeichnungen VSS (Vielseitigkeitssattel-Schwerpunkt-Springen), oder VSD (Vielseitigkeitssattel-Schwerpunkt-Dressur) angeboten.

Springsattel

Klassischer Springsattel

Flache Sitzfläche und stark gepolsterte Pauschen.
Das Sattelblatt ist wesentlich kürzer als das des Dressursattels.

Aufbau des klassischen Sattels:
Aufbau

Töltsattel

Tölt- oder Isländersattel

Auch er ist sehr bequem für den Reiter zu Sitzen und verteilt das Reitergewicht gut auf dem Pferderücken.

Westernsattel

Westernsattel

Der Westernsattel wurde entwickelt durch die tägliche Arbeit auf den riesigen Viehweiten Amerikas.
Er verteilt das Reitergewicht auf optimale Weise und ist so bequem das man Stundenlang in ihm Sitzen kann. Westernsättel gibt es in den verschiedensten Ausführungen.
Einfach gehalten für die tägliche Arbeit, oder reichlich verziert für Turniere und Show-Veranstaltungen.
Die Unterteilung für diese Sättel orientiert sich nach den einzelnen Turnierdisziplinen. Die meisten Westernsättel sind mit einem zweiten Gurt ausgestattet, dieser hält den Sattel auch dann in Position wenn das Lasso am Horn befestigt ist und das Rind stark daran zieht.

Aufbau des Westernsattels:
Aufbau
Stocksattel

Australische Stocksattel

Dieser Sattel wurde wie der Westernsattel durch die tägliche Vieharbeit entwickelt. Das Auffälligste sind die meist sehr stark, aufgesetzten Kniestützen (Poleys), diese halten den Reiter bei allen Situationen fest im Sattel, lassen ihm aber trotzdem genügend Bewegungsfreiheit bei seiner Arbeit. Der Stocksattel verteilt das Reitergewicht auf eine optimale Weise, der Reiter Sitz tief im Sattel und hat guten Beinkontakt zum Pferd. Wer das extreme Reiten in schwierigem Gelände bevorzugt, für den ist der Stocksattel die 1. Wahl.
Auf das Horn wird meist verzichtet weil der australische Cowboy nicht mit einem Lasso arbeitet. Neuerdings werden einige Modelle der Stocksättel jedoch auch mit einem Horn, wie beim Westernsattel, ausgestattet.

Spanischer Sattel

Portugesa

Dieser aus Portugalstammende Sattel wird seit langem auch in Spanien benutzt. Die Portugesa findet seine Anwendung meist beim Stierkampf und der Doma Classica (Hohe Schule).
"Vaquera" nennt sich der Sattel der spanischen Hirten.
Weitere in Sapanien verwendete Sättel sind:
"Potrera", dient als Schulsattel zum Einreiten junger Pferde.
"Espanola", als Schulsattel und für den Ausitt ins Gelände.

Camargue Sattel

Camargue Sattel

Der Camargue-Sattel ist der Gebrauchssattel der Guardians.

Franzoesischer Sattel

Ranonée Sattel

Der Französiche Ranonée Sattel ist ein bequemer Wanderreitsattel

 

Hilfszügel

Einerseits sollen sie es Einsteigern erleichtern, ihr Pferd in Anlehnung zu reiten, ohne sich mit dem Tier auf ein Tauziehen einzulassen. Andererseits sollen sie bei jungen oder zu korrigierenden Pferden die Anlehnung vorbereiten bzw. verbessern.

Ausbinder

Zweck:
Sie bringen ein Pferd an der Longe und unter dem Sattel dazu, im Genick nachzugeben.
Pro:
Das Pferd lernt, sich nach vorwärts-abwärts an das Gebiss heranzudehnen, dort Anlehnung zu finden und bei entsprechend fleißiger Hinterhand sich auch wieder vom Gebiss abzustoßen, also leicht im Maul zu werden. Außerdem begrenzen die Ausbinder das Pferd seitlich.
Contra:
Mit Ausbindern kann sich ein Pferd nur begrenzt dehnen und seine Muskulatur nicht voll entspannen. Bleibt das Pferd längere Zeit (ca. 45min) ausgebunden besteht die Gefahr von Verkranpfungen. Besonders wenn die Ausbinder zu kurz verschnallt sind, kann dies beim Pferd zu Schmerzen und Wiedersetzlichkeiten führen.

Dreieckszügel (Wiener Ausbinder)

Zweck:
Der Zügel eignet sich für Reiter, die ihr Pferd noch nicht sicher durchs Genick reiten können. Pferden zeigt er den Weg in die Tiefe.
Pro:
Pferde finden gut in die Tiefe, der Reiter kann das Pferd ganz normal reiten. Kein negativer Einfluss auf die Unterhalsmuskulatur.
Contra:
Ein Herantreten an das Gebiss und ein Nachgeben im Genick wird wenig gefördert. Erst durch dieses Herandehnen an eine Anlehnung wird aber die Rücken- und Oberhalsmuskulatur richtig gelöst und verbessert.

Laufferzügel
Zweck:
Wie Ausbinder. Der Zügel sieht aus wie eine Mischung aus Ausbindern und Schlaufzügel.
Pro:
Wie Ausbinder.
Contra:
Wie Ausbinder.

Schlaufzügel
Zweck:
Gezielter Kraftverstärker für den Reiter. Soll dem Pferd beibringen, dass es ein Tauziehen mit dem Menschen nicht gewinnen kann. Kann dem Weg in die Tiefe zeigen.
Pro:
Kann bei Rittigkeitsproblemen gerade bei sturen oder srtürmenden Pferden für sichere Kontrolle und leichtere Handhabung sorgen.
Contra:
Verdoppelt durch seine Hebelwirkung die Kraft der Reiterhand im Pferdemaul; verleitet dazu, dem Pferd den Kopf einfach nach abwärts-rückwärts in eine Zwangshaltung zu ziehen. Reiter dürfen daher mit Schlaufzügeln nur minimale Handbewegungen machen und müssen doppelt soviel nachgeben wie bei einem normalen Zügel. Nach längerer Zeit gewöhnen sich die Pferde an die scharfe Wirkung und trauen sich nicht mehr, sich zu dehnen. Auch ohne den Zügel bleiben sie dann in verkrampfter Haltung.

Stoßzügel
Zweck:
Soll verhindern, dass das Pferd mit Kopf und Hals zu hoch kommt.
Pro:
Ermöglicht beim Reiten seitliches Biegen besser als mit Ausbinder.
Contra:
Abwärtweisende Wirkung, ähnlich einer auf den Zügel drückenden Hand. Das Pferd reagiert zunächst mit Gegendruck, gibt dann zwar nach, ohne aber eine Anlehnung zu finden. Langfristig führt der Stoßzügel zu einer verstärkten Ausprägung der Unterhalsmuskulatur.

Chambon

Zweck:
Bringt Pferde über Druck auf Maul und Genick dazu, den Hals fallen zu lassen.
Pro:
Bei sachgerechtem Einsatz - wozu auch gehört, das Pferd vorsichtig mit diesem Hilfzügel vertraut zu machen - hilft es, Pferde zur Dehnungshaltung zu bringen, ohne dass sie dabei im Hals zu eng werden. Die Wirkung beruht vor allem darauf, dass das Pferd konsequent merkt, dass der Druck im Maul sofort nachläßt, wenn es den Hals fallen läßt.
Contra:
Das Pferd findet keine Anlehnung, kann seitlich über die Schulter ausfallen.

Halsverlängerer

Zweck:
Soll dem Pferd beibringen, am Zügel zu gehen.
Pro:
Keine - es sei denn, ein heruntergebundener Kopf gilt als Ausbildung!
Contra:
Das Pferd wird von seinem Gebrauch nicht verbessert, sondern verschlechtert. Dieser Hilfzügel schnürt den Pferdehals zusammen. Mit zunehmender Dehnungshaltung wächst der Druck im Maul.

Martingal

Zweck:
Schützt das Maul des Pferdes vor zu harter oder unruhiger Hand des Reiters.
Pro:
Das Martingal schützt das Pferdemaul vor unachtsamen Bewegungen der Reiterhand, wie sie etwa im Gelände beim Springen oder beim Leichttraben auftreten.
Contra:
Ein zu kurz verschnalltes Martingal wirkt wie ein Stoßzügel.

Quelle: Cavallo Juni 1999

 

Exklusiv für euch:

Meine Sattelkammer:

Die Grundaustattung:

Nylonhalfter in blau weich unterlegt mehrere Baumwollstricke (Tipp: Verzichtet auf Polypropylen und andere Kunststoffe in Stricken, wenn ein Pferd den Strick aus der Hand ziehen will, könnte das zu Brandblasen führen *winkewinkejulia*) 

Microfaserabschwitzdecke in bordeaux und eine Thermodecke in Blau    (Tipp: Abschwitzdecken aus Microfaser oder Fleece trockenen das Pferd schnell und effektiv)

Putzkiste blau mit Inhalt (Tipp: absolut unerlässlich für die Pferdepflege sind Kardätsche Striegel, Hufkratzer, Wurzelbürste und mindestens 2 Schwämme. Alles andere kann zwar nützlich sein, und einem viel Zeit ersparen, aber ist Luxus und wird deshalb nicht aufgezählt)

Pflegeprodukte rund ums Pferd (Tipp: es gibt so viele Produkte für etliche Verwendungszwecke, am wichtigsten sind Desinfektionsmittel, Salbe zur Wundheilung, ggf. Huffett, Fliegenspray...)

Fliegenschutz: Ohrenkappe in schwarz, Fliegendecke in bordeaux, Fliegenspray (Tipp: Am besten erst morgens oder abends auf die Weide oder zum Reiten, wenn es kühler ist.)

Die Bodenarbeit

Longieren

Ältere Gamaschen und Streichkappen in bordeaux.(Auch beim Longieren können sich Pferde streichen)                                                              

Longiergurt und Unterlage (unerlässig beim Longieren mit Hilfszügeln, wenn man keinen Sattel verwenden will)

Chambon (Der effektivste Hilfszügel, denn ich kenne)

Trense (Zügel entfernen! Gebiss Wassertrense)

Longe und Longierpeitsche

Dominanztraining

Strickhalter, Touchiergerte und Strick

Das Reitzubehör

Gamaschen (Eskadron Pro Active) in weiß (super Gamschen, sehen in weiß aus wie Bandagen)

Dressursattel (Wintec 500) mit Zubehör und VS-Sattel (Kieffer Aachen) mit Zubehör (das Wichtigste bei einem Sattel ist, dass er Pferd und Reiter passt, und sie sich damit wohlfühlen)

Schabracken: 1VS in bordeaux (Equitex),1D in weiß, 1D in grau (regelmäßig waschen!)

Trense (Döbert), schlicht und schwarz (Wichtig: Sattel, sowie Trense regelmäßig pflegen)

Gebiss (Sprenger KK Aurigan) (Gebisse ab und zu austauschen sorgt für Abwechslung im Pferdemaul)

Ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe, Bilder folgen.



 

 

 



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