Wissenswertes

 

Auf dieser Seite erfahrt ihr regelmäßig Wissenswertes über Pferde. Diese Seit wird ständig aktualisiert. Neue Themen hinzugefügt, und alte entfernt, um euch möglichst viele Informationen bieten zu können.

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Lustiges Reiterwörterbuch

 

Anfangsbuchstabe im Alphabet

 In der Reiterei steht A für „Arabisch“ und a für „alt“. Letztere Abkürzung wird für Rennpferde verwendet, die trotz größter Anstrengung ihrer Besitzer, Trainer und Reiter älter als 6 Jahre wurden.

 Aalstrich

 Hat nichts mit dem gemeinen Strich im Hamburger Hafen zu tun. Der Aalstrich ist ein 3 bis 5 Zentimeter breiter Haarstrich bei Wildpferden. Die Farben variieren von nordisch blond bis bayrisch schwarz. Der Aalstrich verläuft stets exakt entlang der Wirbelsäule und zwar beginnend beim Schweif und endend beim Widerrist, selten umgekehrt.

 Abfohltermin

 Vom Tierarzt und Pferdezüchter gemeinsam errechneter Zeitpunkt, zu dem eine hochschwangere ( trächtige Stute ) ein kräftiger und möglichst vielversprechendes Pferdekind ( auch Fohlen genannt) zur Welt bringen soll und auch so tut, als täte sie es, es aber dann zu diesem Termin doch nicht tut, und damit ihren Besitzer samt Tierarzt an den Rand der Erschöpfung bringt ( letzteres durch gezielten nächtlichen Schlafentzug).

 Abgehen

 Ist für Springpferde die Zeit, in der sie herzlich über ihre Reiter lachen dürfen, wenn diese unbeholfen und meist leicht O-beinig den Parcours abstolpern, sprich abgehen.

 Abreiben

 Das Substantiv dazu heißt Abreibung, Verstanden wird darunter ein kräftiger Wutausbruch des Reiters, in dessen Verlauf er seinem Pferd mittels Reitpeitsche oder sonstigem Schlaginstrument eine gehörige Abreibung verpasst. Das Abreiben bzw. die Abreibung fördert nach medizinischer Sicht bei Reiter und Pferd ungemein die Durchblutung. 

Absatteln

 Mit „absatteln“ wird der Moment bezeichnet, in dem der ohnehin schon morsche Sattelgurt endgültig reißt, und der Reiter samt Sattel unter großem Gelächter der Herumstehenden in den Dreck fällt. ( Meistens bei großen Turnieren )

 Aderlass

 Dieser Begriff entstand mit der Gründung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Warendorf. Er beschreibt sehr gut die Art, in der sich selbige Vereinigung durch ihre Mitglieder finanzieren lässt. Der Aderlass wird daher von manchen Reitern auch als sehr schmerzhaft empfunden. Er wird nicht von Human- oder Tiermedizinern durchgeführt, sondern von FN- Verwaltungsbeamten. Sie benutzen dazu keine mittelalterlichen Schröpfköpfe sondern modernste Überweisungsformulare und Einzugsermächtigungen.

 Affensitz

 a)                 Der normale Sitz des Reitanfängers. Genau genommen müsste er „Klammeraffensitz heißen.

b)                Der Sitz mancher Dressurreiter bei der Piaffe ( siehe auch Piaffe sprich Pi und affe! )

 Alterserscheinungen

 Sind bei Pferd und Reiter ähnlich. Dazu gehören zunehmend graues Haar, Zahnverlust, hängende Unterlippe. Eine typische Alterserscheinung bei Reitern ist das Benutzen von kleinen Hockern und Trittleitern zum Auf- und Absteigen.

 Altersgewicht

 Während in der Jugendzeit das Pferd ein kräftiges Kerlchen und sein Reiter schlank und rank war, ändert sich dieser Zustand mit dem Alter. Der Reiter wird immer dicker, das Pferd immer dünner.

 Amateurreiter

 Hier muss zwischen dem „echten“ und dem „unechten“ Amateurreiter unterschieden werden. Der echte Amateurreiter ist heute so gut wie ausgestorben. Das heißt, wenn man unbestätigten Zeitungsmeldungen glauben darf, soll es noch vereinzelte Exemplare dieser Gattung im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge und im hinteren Linzgau geben. Dagegen ist der unechte Amateurreiter heute dominant vertreten. Allerdings taucht er nur alle vier Jahre nämlich zur Zeit der Olympischen Spiele auf, Wenn man dem unechten Amateurreiter glauben darf, dann übt er seinen Job nicht als Beruf aus. Er kann vom Berufsreiter sehr gut dadurch unterschieden werden, dass er für seine Reitkünste niemals Verrechnungsschecks entgegennimmt, sonder ausschließlich Bargeld ohne Quittung.

 Amazonen

 Sehr kriegerisches weibliches Reitervölkchen, ursprünglich nur in Südamerika am Amazonas zu Hause. Mit Erfindung des modernen Düsenjets kamen die kriegerischen Reiterinnen nach Europa, insbesondere nach England und Deutschland. Heute sind die Amazonen auf allen Turnierplätzen der Welt im erbitterten Kampf mit den männlichen Reitern zu finden. Vorsicht bei privater Beziehung zu Amazonen! Sie beißen. Mitunter gehen sie „gestiefelt“ oder „gespornt ins Bett.

 Ammoniak

 Ist das was einem in einem schlecht ausgemisteten Pferdestall das Wasser in die Augen treibt.

 Anatomie.

 Ist der Teil des Pferdes, den ein Reiter grundsätzlich bemängelt und schlecht macht, wenn er ein Pferd von Privat kauft. Anatomie ist aber auch der Teil das Pferdes, den ein Reiter besonders herausstellt und lobt, wenn er ein Pferd an Privat verkaufen will. Und Anatomie ist auch der Teil des Pferdes, von dem die meisten Reiter keine Ahnung haben.

 Arbeitspferd

 Von allen Pferderassen die beneidenswerteste. Braucht sich nie reiten zu lassen. ( Weder Dressur noch Springen ), sondern zieht meist gutgelaunt den Pflug, den Heuwagen und in München vor allem die Bierkutschen. Bekommt im Gegensatz zum Sportpferd immer ausreichend Futter und wenig Peitsche.

 Arrêt

 Einseitiges ruckartiges Reißen am Zügel vor dem Absprung über ein Hindernis. Soll dem Zuschauer zeigen, welch kühner Reiter im Sattel sitzt. Bringt das Pferd meist völlig aus dem Gleichgewicht.

 Aufsitzen

Kann vieles bedeuten. Z.B. kann der „Enttäuschungsmoment“ desjenigen Reiters gemeint sein, der ein Pferd im Glauben, selbiges würde sich auch reiten lassen, gekauft hat und feststellt, dass das  Pferd ganz anderer Ansicht ist. Man sagt, der Reiter ist dem Verkäufer aufgesessen. „Aufsitzen“ kann aber auch mit körperlichen Schmerzen des Reiters verbunden sein, dann nämlich, wenn er mit seinem verlängerten Rücken auf hartem Boden aufsitzt, nachdem ihn sein Pferd abgesetzt hat. Aufsitzen kann aber auch schlich das Gegenteil von „absitzen“ bedeuten. Dann ist der Moment gemeint, in dem ein Reiter sein Pferd besteigt.

 

Farben und Abzeichen

Es gibt viele verschieden Farben und Farbkombinationen die beim Pferd auftreten können. Es gibt fünf Grundfarben, Brauner, Rappe, Schimmel, Isabelle und Fuchs, sowie eine große Zahl von Farbkombinationen und Abweichungen, wie z. B.: Apfelschimmel, Rappschecke, gefleckter Falbe,... . Alle Formen farblicher Merkale, darunter gehören auch Abzeichen, Albinismus, Stichelhaare werden anhand genetischer Anlagen vererbt.

Hier die am häufigsten auftretenden Farbtypen:

 

Schimmel

 

 

Fliegenschimmel

 

Apfelschimmel

 

Rotschimmel

 

 

Rappschecke

 

Fuchsschecke

 

Appaloosa

 

 

Isabelle

 

Palomino

 

Brauner

 

 

Falbe

 

Fuchs

 

Dunkelfuchs

 

 

Schweißfuchs

 

Dunkelbrauner (gefleckt)

 

Rappe

Farben sind oft Rassenspezifisch, meistens ist irgendwann in der Züchtung absichtlich oder unabsichtlich nach der Farbe selektiert worden, z. B.: Lipizzaner sind weiß, Fjordpferde sind Falben... . Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.

Abzeichen sind weiße Pigmentierungen am Kopf.

Hier die am häufigsten vorkommenden Abzeichen:

 

Schnippe

 

Stern

 

Blesse

 

Laterne

Der Aalstrich ist eine schwarze Linie, die sich von der Mähne über den ganzen Rücken bis zum Schweif zieht. Er ist überwiegend bei Falben zu sehen und verweist auf Rassen mit langer Ahnenreihe, primitive Rassen.

 

Diese verschieden Farben und Abzeichen verschönern nicht nur das Erscheinungsbild des Pferdes, sie dienten ursprünglich zum Schutz vor Kälte, vor Nässe und vor Feinden (Tarnung). Die einzelne Rasse paßte sich im Laufe der Zeit an die Lebensbedingungen ihrer Region an, deswegen haben Pferde, die aus kalten Gebieten stammen dichteres Fell als Pferde aus wärmeren Gebieten und Pferde, die aus kargen Gegenden kommen keine auffälligen Musterungen und Farben.

Die Pflege

In der freien Natur pflegen sich die Pferde selber, durch Wälzen, Schubbern oder z.B. gegenseitiges Beknabbern.

Bei der Stallhaltung muß der Mensch diese Aufgabe übernehmen.

Die Gesundheit des Pferdes ist wesentlich vom richtigen Ablauf der Hauttätigkeit abhängig. Das tägliche Putzen bezweckt zum einen die Reinigung der Haut und Haare von Staub, Schmutz und Hautabsonderungen, wie Schuppen und Schweiß.
Das Putzen ist also nicht nur ein Reinigungsvorgang, sondern auch eine wesentliche gesundheitliche Maßnahme, die eine bedeutende Rolle für das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und Wiederstandskraft des Pferdes spielt.
Das Putzen ist auch eine förderliche Massage, welche die Durchblutung der Haut und des Unterhautbindegewebes sowie die Hautatmung fördert.


Die unten stehende Tabelle zeigt Ihnen die Grundausstattung einer Putzkiste:

1 Gummistriegel 2 Eisenstriegel 3 Plastikstriegel
4 Kardätsche 5 weiche Wurzelbürste 6 harte Wurzelbürste
7 Huffett u. Pinsel 8 Mähnenkamm 9 2 Schwämme
10 Schweißmesser 11 weichen Lappen 12 12 Hufkratzer

Für das Putzen des Pferdes sollte man sich Zeit nehmen, es stärkt das Vertrauen in den Menschen.
Ein gut geputztes Pferd ist überall sauber, auch unter der Mähne dem Bauch, an den Beinen, dem Schweifansatz usw.

Das Pferd sollte für das Putzen aus der Box geholt werden, damit diese nicht verunreinigt wird.
So dann wird es sorgfältig angebunden, damit es in einer Notsituation schnell befreit werden kann. Hierfür eignen sich Panikhacken besonders gut. Diese lassen sich mit einem Handgriff lösen, auch wenn das Anbindeseil unter Spannung steht.

Pflegen von Haut- und Körperöffnungen und dem Deckhaar:

Zunächst wird das Fell mit dem Striegel aufgerauht um stärkere Schmutzgrusten zu beseitigen. Der Striegel wird niemals an Körperstellen angesetzt, denen ein Fleischpolster fehlt. Zum Beispiel Kopf, Hüftknochen und Gliedmaßen. Solche Stellen werden mit der Bürste gereinigt.
Ist das Pferd durchgestriegelt nimmt man die Kardätsche und beseitigt mit langen ruhigen Strichen den aufgerauhten Staub.
Die Kardätsche wird immer wieder am Striegel, der in der anderen Hand gehalten werde sollte, abgestreift. Der Striegel des öfteren auf dem Boden ausgeklopft.

Der Kopf wird ebenfalls mit der Kardätsche oder einer weichen Bürste gereinigt.

Danach beginnt man die etwas schwieriger zu erreichenden Stellen wie, Ohren, zwischen des Unterkieferästen, Bauch, Innenseite der Beine, Fesselbeuge usw.zu Reinigen.
Mit einem weichen Tuch, evt. ein klein wenig angefeuchtet, lassen sich dann auch die letzten Staubpartikel entfernen.

Mit einem Schwamm werden dann die Augenwinkle, Nüstern und die Maulspalte gesäubert. Mit einem zweiten Schwamm die Unterseite der Schweifrübe das After und Geschlecht. Die Schwämme sind nach dem Gebrauch stets gründlich zu reinigen.

Der Schweif wird mit der Hand verlesen, ein Kamm oder eine Bürste reissen zuviele Haare aus. Die Mähne läßt sich sehr gut mit einer angefeuchteten Bürste reinigen.
Schweif und Mähne sollten alle 2 - 4 Wochen mit einem Shampoo gewaschen und dann gründlich ausgespült werden.

Zum Schluß werden nun die Hufe gründlich gereinigt, die Aussenseiten mit einer starken Bürste und Wasser. Der Hufe ausgekratzt und ebenfalls mit einer Bürste vom letzten Dreck befreit. Anschliessendes Einfetten (Huffett oder Huföl) nicht vergessen.

An Warmen Tagen, oder wenn ein Solarium zur Verfügung steht, sollte das Pferd, besonders nach schwerer Arbeit bei der es sehr geschwitzt hat, abgespritzt (gewaschen) werden. Danach muß es vollkommen Trocknen, ein Pferd wird niemals Nass in die Box gestellt.





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