D, E, F,

D bis F

 

Dänisches Warmblut

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Das dänische Warmblut verkörpert durch sein Gebäude das Sportpferd schlechthin. Die Beine mit einer idealen Länge, sind gut bemuskelt und kräftig und haben große, stabile Gelenke sowie mittelgroße, runde Hufe. Der edle Kopf wird von einem gebogenem Hals getragen, der Rücken ist gerade und biegsam.

Braune Pferde überwiegen bei dieser Rasse, andere Grundfarben sind vertreten.

Die Größenskala bewegt sich zwischen 160 cm-170 cm.

Geschichte

Gezüchtet wurde das dänische Warmblut schon zu Beginn des 14 Jahrhunderts von den Mönchen des Zisterzienserordens im heutigen Holstein, das bis 1864 in dänischem Besitz gewesen ist. Das dänische Warmblut ging aus Kreuzungen von deutschen Stuten und iberischen Hengsten hervor. Als 1562 das königliche Gestüt Frederiksborg in der Nähe von Kopenhagen gegründet wurde, verlagerte man die Züchtung dorthin. 1871 wurde das Gestüt wieder aufgelöst, die Stuten wurden in private Hände übergeben. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man bewusst, mit Hilfe von Kreuzungen, eine Rasse gezüchtet, die vielseitigen Anforderungen entsprechen sollte.

Das dänische Warmblut ist heute ein sehr erfolgreiches Turnierpferd, neben dem Springen hat es sich vor allem im Dressursport einen Namen gemacht. Beeindruckend ist der elastisch, fließende Bewegungsablauf, sowie das enorme Galoppier- und Springvermögen über das diese Pferde verfügen. Sie sind fast ausschließlich im Turniersport zu finden.

Zuchtgebiete

Die Zucht ist in Dänemark privatisiert, nach England und Deutschland wird importiert.

 

Dales Pony

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Dieses Pony besitzt einen athletischen Körper in dem große Kapazitäten stecken. Es ist stämmig gebaut mit großen Gelenken. Der lange Rücken ist tragfähig, die Beine sind kurz und gut bemuskelt, die Hufe gehen ins bläuliche über. Der Kopf des Dalespony verrät Charakter, er ist schwer und leicht geramst mit kurzen Ohren und lebhaften Augen, die ständige Aufmerksamkeit signalisieren.

Das typische Dalespony ist ein Rappe bzw. ein Dunkelbrauner, es kommen aber auch andere Farben vor. Abzeichen sind selten zu sehen.

Das Stockmaß liegt in der Nähe von 145 cm.

Geschichte

Das stammt aus dem Norden Englands, der Gegend um Yorkshire. Früher wurde zwischen ihm und dem Fellpony keine Unterscheidung gemacht, sie waren unter dem Namen "Pennine Ponys" bekannt. Erst 1916 erhielt die Rasse ihr eigenes Stutbuch und wurde damit vom Fellpony abgegrenzt. Das Dalespony war als Lastenpferd ausgezeichnet, es konnte in Lastkörben auf jeder Seite des Körpers Gewichte bis zu 220 Pfund tragen, aus diesem Grund wurde es  häufig vom Militär oder Bauern zu Transportzwecken benutzt.

Heute ist es wegen ihrer Zähheit genauso als Reitpony, als auch als erfolgreiches Trekking- oder Fahrpony zu sehen.

Zuchtgebiete

Das Zuchtgebiet erstreckt sich über ganz England, am weitesten ausgebreitet ist es aber im Norden des Landes.

 

Dartmoorpony

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Das Dartmoorpony ist kompakt gebaut mit kurzen, schmalen Beinen und harten gut geformten Hufen. Sein Kopf entspricht dem eines typischen Ponys, klein mit aufmerksamen Ohren, sowie Augen, die stets den Eindruck von Neugierigkeit und Raffinesse ausstrahlen. Es ist berühmt für seine raumgreifenden Gänge, gekennzeichnet durch flache, lange und freie Bewegungen.

Außer Schecken sind alle Farben in dieser Rasse erlaubt, am meisten kommen jedoch Braune und Dunkelbraune vor. Weiße Abzeichen werden nicht gerne gesehen.

Die Größe liegt bei 120-127 cm.

Geschichte

Das Dartmoorpony stammt aus dem kargen und unfruchtbaren Gebiet Dartmoor, wie der Name schon sagt, im Südwesten Englands. Erstmals erwähnt wurde die Rasse 1012 im Testament des Bischofs Aefwold. Während der Kreuzzüge gelangten viele Hengste verschiedener Rassen in die Heidegegend um Dartmoor, so das Kreuzungen unterschiedlichster Art die Reinheit der Dartmoors beeinträchtigten, das Typische dieser Ponys ging allerdings nicht verloren. 1899  eröffnete man ein Dartmoor- Register im Polo-Pony-Stutbuch und erkannte die Rasse offiziell an. Eine ernste Bedrohung ihres Bestandes bildete der zweite Weltkrieg, in dem die britischen Truppen das Pony für sich beanspruchten. Nach Ende des Krieges zählte man nur noch zwei Hengste und zwölf Stuten. Durch selektive Zucht konnte das Dartmoorpony vom Aussterben bewahrt werden.

Heute findet man das Dartmoorpony oft in Kinderhänden, da es sich als ruhiges, zuverlässiges und freundliches Reittier ausgezeichnet hat.

Zuchtgebiete

Gezüchtet wird das Dartmoorpony vor allem in England, zusätzlich in den USA, Holland, Belgien und anderen Ländern.

 

Englisches Vollblut

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Das englische Vollblut ist ein Sportpferd größter Zweckmäßigkeit. Seine langgestreckte Körperform, die sogenannte "Stromlinienform" fördert die Balance bei hoher Geschwindigkeit. Der Kopf ist edel und ausdrucksvoll, dehnbare Nüstern sorgen für einen maximalen Luftaustausch bei körperlicher Höchstleistung. Der Brustkorb sollte tief und gut gewölbt sein, um der Lunge viel Platz zu lassen, die Hinterhand ist stark bemuskelt und mit großen Gelenken versehen, sie verleiht dem Pferd eine enorme Schubkraft. Leider sieht man oft leichte Stellungsfehler aufgrund von Überzüchtung.

Die meisten englischen Vollblüter sind braun bzw. fuchsfarben, andere Grundfarben sind allerdings ebenfalls vertreten. Weiße Abzeichen sind nur an Beinen und Kopf zulässig.

Das Stockmaß ist zwischen 150-170 cm anzusiedeln.

Geschichte

Ursprünglich züchtete man das englische Vollblut, in England auch unter dem Namen "Thoroughbred" bekannt, als Rennpferd zur Unterhaltung der königlichen Gesellschaft. Die Gründungsväter sind Nahen Osten zu suchen, orientalische Hengste wurden mit britischen Stuten gekreuzt. Die Zucht beschränkte sich auf vier königliche Gestüte. 1793 wurde von der Familie Weatherby das General Studbook eingeführt, von diesem Zeitpunkt an sind alle Vollblüter lückenlos registriert. Neben dem Rennsport, der auch bei der breiten Masse an Beliebtheit gewann, wurde das englische Vollblut oft zur Veredlung anderer Rassen eingesetzt.

Heute ist die Präsenz dieser Vollblüter nicht nur auf den Rennsport begrenzt, man trifft sie in allen möglichen Disziplinen. Ein erfahrener Reiter ist erforderlich, um das schwierige Temperament dieser Tiere zu zügeln.. Ein wichtiges Merkmal des Vollbluts ist, dass es nicht wie die meisten anderen Pferde nach bestimmten Merkmalen, sondern ausschließlich leistungsorientiert gezüchtet wurde.

Zuchtgebiete

Gezüchtet wird das englische Vollblut weltweit, besonders in Irland, Frankreich, England und USA.

 

Fjordpferd

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Das Fjordpferd ist nicht schwer zu erkennen, es ist ein freundliches Pony mittlerer Größe. Rücken und Beine sind stark, gelegentlich etwas Behang an den Fesseln, die Hufe sind hart und bläulich gefärbt, manchmal fehlen die Kastanien. Der Kopf des Fjordpferdes ist groß mit breiter Stirn, spitzten kleinen Augen und ausdrucksvollen Augen. Die Mähne ist charakteristisch außen etwas gestutzt, so dass der Hals massiver wirkt.

Besonderes Merkmal dieser Rasse ist der Aalstrich, der von Schopf bis zum Schweifansatz verläuft. Unverkennbar ist auch die Farbe, fast immer gelb- oder graufalb. Häufig kommen Zebrastreifen an den Beinen vor.

Die Größe ist zwischen 135-145 cm anzusiedeln.

Geschichte

Das Fjordpferd ist seit Tausenden von Jahren in Norwegen bekannt, man findet Zeichen auf den Runensteinen der Wikinger, die es als Streitrosse benutzten. Als Auswahlkriterium wählten die Wikinger den Hengstkampf, somit gewährleisteten sie, dass ausschließlich die stärksten Hengste zur Zucht zugelassen wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man durch Einkreuzungen die Rasse zu verbessern, ab 1864 verließ man diesen Weg wieder und setzte auf Reinzucht. Die Züchtervereinigung Norske Fjordhestlag wurde ins Leben gerufen und achtet auf den Bestand der Rasse. In viele europäische Länder wurde das Fjordpferd exportiert und beeinflusste damit viele der heutigen Ponyrassen.

Heute wird das Fjordpferd vielseitig eingesetzt, es ist zwar etwas dickköpfig, besticht aber durch sein freundliches Wesen und seine Leistungsbereitschaft. Man findet es noch immer als Berg- oder Trekkingpferd, aber auch vor dem Wagen und als Reitpferd.

Zuchtgebiete

Gezüchtet wird in Norwegen Dänemark und Deutschland.

 

Friese

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Der Friese bietet ein imposantes Erscheinungsbild. Sein charakteristische Merkmal ist der ausgeprägte Langhaarwuchs, dessen Trimmen offiziell nicht gestattet ist. Ein elegantes Aussehen verleiht ihm der hochaufgesetzte Hals, der mit einer langen Mähne verziert wird. Die Beine sind lang und kräftig, mit üppigem Fesselbehang ausgestattet. Der Kopf ist relativ lang und schmal mit kleinen Sichelohren.

Tiefschwarz sind die Friesen, erlaubt ist nur ein weißer Stern auf der Stirn.

Die Größe ist genau festgelegt, bei Stuten liegt die Mindestgröße bei 155 cm, bei Hengsten bei 160 cm.

Geschichte

Der Friese ist in der Küstenregion im niederländischen Westfriesland beheimatet, doch gefundene Überreste zeugen davon das ein ähnlicher Typus bereits vor 3000 Jahren existiert haben muss. Zu Anfang war der Friese sehr vom Kaltblut geprägt und wurde ausschließlich als Nutztier betrachtet. Später kreuzte man mit iberischen Vollblut um die Rasse zu veredeln. Im Barock war der Friese als  Reit- und Kutschpferd sehr begehrt und wurde in der Reihe der "Fürstenpferde" aufgenommen. Bei den friesischen Bauer ist er unter dem Namen "Harddraver" bekannt was soviel wie Schnelltraber bedeutet. Um 1878 wurde das friesische Paarden Stamboek gegründet, in dem ab dieser Zeit alle Hengste registriert wurden.

Den heutigen Friesen sieht man oft eingespannt, seine raumgreifenden Gänge machen ihn zum idealen Schaupferd. Neuerdings wird er für die Hohe Schule herangezogen.

Zuchtgebiete

Außer in Westfriesland findet man Nachzuchten in der ganzen Welt.

 

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