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Andalusier

Exterieur

Der Andalusier zählt zu einer der reinsten und ältesten Pferderassen der Welt nach iberischer Prägung. Er ist insgesamt kompakt und abgerundet. Der kräftige Hals ist gewölbt und hoch aufgesetzt, er verleiht dem Andalusier  einen aristokratischen Ausdruck. Brust und Hinterhand sind gut bemuskelt, die Basis jedes gutem Sprungvermögens. Der Kopf wirkt edel, mit entweder geramstem oder geradem Profil. Schweif und Mähne sind sehr üppig und meist wellig, starker Haarwuchs des Langhaars.

Vorwiegend kommen Schimmel vor, daneben manchmal Braune, selten Füchse.

Die Durchschnittsgröße befindet sich zwischen 152 cm-162 cm.

Geschichte

Die Heimat des Andalusiers ist die Iberische Halbinsel. Im Mittelalter lieferte er Bestleistungen auf dem Kampffeld. Der Andalusier galt als Inbegriff von Eleganz, Ausdauer und Sanftheit. Gefährdet wurde die Rasse während der napoleonischen Feldzüge, Kartäusermönche, die Andalusier seit dem 15 Jahrhundert züchteten, retteten durch ihre Bestände den Fortbestand der Rasse.

Heute wird der Andalusier hauptsächlich bei Pferdeschauen und Stierkämpfen eingesetzt, seine harmonische Ausstrahlung, die geschmeidigen Bewegungen, das kraftvolle Auftreten, sowie die schnelle Wendigkeit kennzeichnen den Andalusier als ein vielseitig einsetzbares Pferd, so ist es auch verständlich, das früher wie auch heute nur wenige Pferde dieser Rasse zum Export freigegeben werden.

Zuchtgebiete

Das Zuchtgebiet findet sich in Spanien. Besondere Gestüte sind: Jerez de la Frontera, Cadiz, Sevilla und Cordoba. Nachgezüchtet wird der Andalusier auf der ganzen Welt.

 

Appaloosa

Exterieur

Der Appaloosa ist ein kräftig gebautes Westernpferd. Der massive mittellange Hals führt zu einem kompakten, etwas kurzem Rücken. Kleine Hufe mit senkrechten Streifen und eine starke Hinterhand befähigen den Appaloosa zu Ausdauer und Trittfestigkeit. Der Kopf ist breit gebaut mit kurzen spitzen Ohren. Das weiße der Augen ist oft zu sehen, was vielen Pferden den Ruf eines schwierigen Charakters einbringt, doch der Appaloosa zeichnet sich durch ein gutmütiges Wesen aus.

Die Farbgebung des Fells ist beim Appaloosa sehr wichtig, ausschließlich Schecken kommen in dieser Rasse vor, diese aber in allen Variation (Tigerschecken, Schneeflockenschecke, Schabrackenschecke, Pferde mit Frost-Muster, Mamorschecken und Pferde mit Stichelhaar)

Das Stockmaß beträgt im Allgemeinen 145-160 cm.

Geschichte

Die Spuren gefleckter Pferde lassen sich  bis in die Steinzeit verfolgen,   Gemälde von ihnen schmücken mehrere entdeckte Höhlenwände. Die Ahnen der Appaloosa waren Waldbewohner, die das gesprenkelte Fell zur Tarnung brauchten. Ihre konkrete Rasse entstand bei Züchtungen, des Indianerstammes Nez Percé.

Heute gibt es drei Anforderungen, die den Appaloosa erst zum hundertprozentigen Appaloosa machen, das weiße der Augen muß zu sehen sein, die gestreiften Hufe, sowie die gesprenkelte Haardecke müssen vorhanden sein. Der Appaloosa ist nach wie vor ein sehr begehrtes Pferd, in Amerika ist er in den verschiedenen Westerndiziplinen nicht mehr fortzudenken, aber auch in allen anderen denkbaren Gebieten, wird er wegen seiner robusten, aber dennoch liebenswerten Art, eingesetzt.

Zuchtgebiete

Zucht hauptsächlich in den USA, zusätzlich vereinzelt in Europa und anderen Erdteilen.

Araber

Exterieur

Der Araber gilt als Inbegriff der Schönheit. Der Kopf ist klein mit geradem oder konkavem Profil, die Winkelung in der er auf dem Hals sitzt ist einzigartig und wird "mitbah" oder auch Araberknick genannt. Große, weit auseinander stehende Augen und kleine, sichelförmige Augen geben dem Araber einen anmutigen und intelligenten Ausdruck. Der Rücken dieses Pferdes ist kraftvoll gebaut, der hochangesetzte Schweif wird wie eine Fahne getragen.

Füchse und Schimmel überwiegen bei dieser Rasse, aber auch andere Farben kommen vor. Weiße Abzeichen sind nur an den Gliedmaßen und am Kopf erlaubt, der Körper  darf diese Färbungen nicht tragen.

Der Araber ist ein relativ kleines Pferd, sein Stockmaß lässt sich durchschnittlich zwischen 140 cm-155 cm ansiedeln.

Geschichte

Der Araber ist das wohl berühmteste Vollblut der Welt, seine Ursprünge sind nicht klar definiert, man geht davon aus, daß seine Heimat im Orient zu suchen ist. Der Islam, der durch seinen Fanatismus bekannt war, begann in den Eroberungskriegen mit der Reinzucht unter strengster Geheimhaltung. Schriftliche Unterlagen gab es keine, alle Angaben zu dieser Zeit stammen aus mündlichen Überlieferungen. An Ungläubige wurde diese besondere Rasse niemals verkauft, den Namen Araber verdankt dieses Pferd, weil im 18 Jahrhundert trotzdem einige Exemplare von der arabischen Halbinsel nach Großbritannien importiert wurden.

Heute zählt man fünf Hauptlinien aus reinblütiger Abstammung: Kuhaylan, Siglavi, Hadban, Hamdan und O' Bajan. Eine Organisation, die sich speziell um Fragen rund um die Araberzucht kümmert wurde ins Leben gerufen, es handelt sich um die WAHO (World Arab Horse Organization). Der Araber, vorausgesetzt er vertraut seinem Besitzer/ Reiter ist in allen Gebieten einsetzbar, er ist sehr robust und leistungsfähig. Man findet ihm ebenso als Familienpferd, wie in großen Turnierdisziplinen und Rennen.  

Zuchtgebiete

Zucht von Nordafrika über die arabische Halbinsel bis Persien, Nachzuchten findet man auf der ganzen Welt.

 

Belgier

Exterieur

Der Brabanter überzeugt durch Kraft und Wucht, er ist kompakt und stark bemuskelt. Hals und Rücken sind kurz, schön gerundet und stark, die Hinterhand sehr muskulös mit oft kupiertem Schweif, die Beine sind kräftig gebaut. Ausgestattet mit großen, flachen Gelenken, kann das Tier eine enorme Hebelwirkung erzielen. Große, runde Hufe eignen den Brabanten hervorragend zur Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft, in der die Bedingungen Trittsicherheit und Standfestigkeit erfüllt werden müssen.  Der Kopf ist klein, leicht geramst oder eckig, mit seinen kleinen Augen und Ohren wirkt er einfach und freundlich.

Brabanter sind in der Regel Füchse mit Anlage zu zu hellen Schattierungen an Beinen und Bauch. Das Langhaar ist in der Regel blond.

Die Größe pendelt zwischen 153-170 cm.

Geschichte

Der Brabanter wurde schon immer als Nutztier gesehen, seine Ahnenreihe geht bis in frühe Zeiten zurück, nur der Ardenner ist die einzige ältere Kaltblutrasse. Als Ackerpferd wurde vom Brabanter schon im 10 Jahrhundert schwere Arbeit in der Landwirtschaft verlangt. Aus rein praktischen Gründen wurde diese Rasse gehalten und weitergezüchtet. Er hat durch Einkreuzungen so gut wie jede schwere Rasse beeinflusst und wird als Araber unter den Kaltblütern gehandelt.

Heute wird der Brabanter noch immer wegen seiner enormen Zugkraft bewundert, sein Einsatzgebiet ist noch immer hauptsächlich der landwirtschaftliche Sektor, aber auch auf Pferdeschauen ist er zu finden und besticht durch seine liebenswürdige Art gepaart mit Kraft und Schwere.

Zuchtgebiete

Zucht in Belgien. In Amerika wird er unter dem Namen amerikanischer Belgier gezüchtet.

 

Berber

Exterieur

Der Berber ist ein mittelgroßes Wüstenpferd, leicht gebaut mit gebogenem Hals und tragfähigem, kurzem Rücken. Wie bei vielen Pferden seiner Abstammung sind die Hufe extrem hart und gut geformt. Der Kopf ist lang und schmal mit leicht angeramsten Profil, die Nüstern sind tief angesetzt.

Der echte Berber ist schwarz, braun oder dunkelbraun mit schwarzen Abzeichen. Andere Farben kommen nur bei hohem arabischen Blutanteil vor.

Das Stockmaß liegt zwischen 145-160 cm.

Geschichte

Der Berber stammt aus der Gegend Nordafrikas, er gehört zu einer sehr alten Pferderasse und hat somit viele andere Rassen maßgebend beeinflußt. Besonders mit dem Araber wurden viele Kreuzungen vorgenommen. Nur die Tuareg- Normaden blieben damals bei der Reinzucht. Die Eigenschaften Schnelligkeit und Ausdauer sind die Vorteile dieses Pferdes, deswegen waren die Hengste in ganz Europa als Veredler sehr begehrt. Der Berber wurde hauptsächlich als Streitpferd genutzt.

Heute besteht der reine Berber kaum noch, er erlangte nie das Ansehen des Arabers und ist außerhalb seiner Heimat nur mäßig bekannt. Man findet ihn häufig als Reitpferd, ist aber auch für Rennen hervorragend geeignet.

Zuchtgebiete

Das Zuchtgebiet erstreckt sich über ganz Nordafrika, besonders in den Teilen Algeriens, Marokkos, Tunesiens und Libyens.

 

Camarguepferd

Exterieur:

Das Camarguepferd wirkt durch sein kräftiges Auftreten wie ein typisches Wildpferd. Rücken und Beine sind kompakt, auf dem  kurzem Hals sitzt großer Kopf mit breiten Ohren und einem ausgeprägtem Kiefer.

Es kommen fast ausschließlich Schimmel vor, die Fohlen werden schwarz geboren und ändern erst mit zunehmenden Alter ihre Farbe.

Das Stockmaß liegt zwischen 135-150 cm.

Geschichte

Das Carmarguepferd stammt aus dem südöstlichen Teil Frankreichs, der Camargue, woher es auch seinen Namen hat und ist noch immer zu finden ist. Die im Sommer heiße, im Winter feuchtkalte Gegend hat das Pferd geprägt und robust gemacht. In seiner Heimat hat diese Rasse den Namen "Crin Blanc" erhalten, der sich von seiner weißen Mähne ableitet.

Heute noch lebt ein Großteil der Camarguepferde in der freien Natur, vom Menschen unberührt. Nur jeden Herbst werden einige der Tiere, sowie minderwertige Fohlen und Hengste aus der Herde ausgegliedert. Ist das Pferd erstmals gebändigt, kann man es aufgrund seiner Gutmütigkeit sehr gut zu Reitzwecken nutzten.

Zuchtgebiete

Zucht in der Camargue, aber auch in anderen Gegenden.

 

Cob

Exterieur

Der Cob ist keine eigentliche Rasse, sondern mehr ein bestimmter Typ. Cob ist ein altes englisches Wort und bedeutet brauchbares, kräftiges Pferd. Es wird meist ein Vollbluthengstes mit einer Ponystute gekreuzt. Idealtypisch sollten diese Pferde über einen kurzen, starken Rücken, eine gerundete Hinterhand, muskulöse Beine und einen hochaufgesetzten kräftigen Hals verfügen.

Farben kommen alle vor.

Das Normstockmaß beträgt 140-155 cm

Geschichte

Ihre Vorläufer stammen aus dem Mittelalter, dort wurden bereits mittelgroße Allroundpferde gezüchtet, sogenannte "rouncys", die als Reise- und Kampfpferde gebraucht wurden.

Cobs sind heute gern gesehene Zufallsergebnisse, sie werden in allen Gebieten eingesetzt.

Zuchtgebiete

Direkt gezüchtet können sie nicht werden, ihr Vorkommen beschränkt sich auf den angelsächsischen Raum.

 

Connemarapony

Exterieur

Das Connemarapony ist ein großes, robustes Pony. Der Rücken ist kräftig und endet mit einer leicht abfallenden Kruppe, die Beine sind kurz und stark ohne dabei stämmig zu wirken, die Hufe sind hart und gut geformt, alles Eigenschaften, die ein Pferd zum Springen braucht. Der Kopf ist edel und zierlich mit kleinen Ohren und intelligenten  Augen.

Die meisten Connemaraponys sind Schimmel, aber auch andere Farben kommen vor.

Die Größe variiert von 135-145 cm.

Geschichte

Das Connemarapony stammt vom irischen Hobbye ab, der seine Hochzeit im Mittelalter erlebte. Das Connemarapony lebte früher wild in den Sumpf- und Moorlandschaften der Umgebung und wurde als Last- und Reittier genutzt. Der Name Connemara weißt auf die Region hin, in der diese Rasse zu Hause ist, es handelt sich allerdings um einen neueren Name, heute erstreckt sich dieses Gebiet über Connemara, Connaught und Galway. Erst seit 1923 gibt es eine geregelte Zucht, ein Zuchtverband wurde gegründet und ein Eintrag in das Stutbuch wurde vorgeschrieben, um die Rasse rein zu erhalten.

Heute trifft man das Connemarapony wegen seiner Sanftheit als Familienpony an, es hat sich aber auch als hervorragendes Turnierpferd bewährt.

Zuchtgebiete

Ursprünglich war die Zucht nur in Westirland erlaubt, mittlerweile findet man Nachzuchten in der ganzen Welt.

 

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