Q, S, T

Q bis T

 

Quarterhorse

Exterieur

Das Quarter Horse ist das wohl bekannteste Westernpferd. Es ist außergewöhnlich muskulös und starkknochig. Der Kopf ist fein geschnitten mit geradem Profil, kleinen beweglichen Ohren und ausdrucksvollen Augen. Der gerade Hals wird niedrig getragen, was bei hoher Geschwindigkeit einen Vorteil bietet. Die Hinterhand ist besonders muskulös und gerundet, der Schweif ist tiefangesetzt. Die Beine sind stark mit kleinen Hufen und dünnen Fesseln.

Alle Grundfarben und zusätzlich Falben und Isabellen sind vertreten.

Das Stockmaß beträgt zwischen 150-160 cm.

Geschichte

Das Quarter Horse entwickelte sich im 17. Jahrhundert, aus den Pferden und Ponys europäischer Siedler und iberischen Pferden, die seit dem 15. Jahrhundert in Amerika vorzufinden sind. Das Quarter Horse wurde vor allem als Arbeitspferd aber auch zu unterhaltsamen Pferderennen gebraucht. Es heißt diese Rasse sei die Schnellste auf der Strecke einer Viertelmeile. Mit zunehmender Kolonialisierung wurde das Quarter Horse als cow-pony berühmt und durfte in keiner Ranch fehlen. Schnelligkeit und Wendigkeit waren Voraussetzung für diese Arbeit. 1940 wurde die American Quarter Horse Association gegründet, in der über drei Millionen Tiere dieser Rasse eingetragen sind.

Heute gilt das Quarter Horse noch immer als Westernpferd Nummer eins. Quarter Horse Rennen sind vorallem in den USA, aber auch anderswo sehr begehrt. Es handelt sich hier um ein sehr vielseitiges Pferd, man sieht es beim Rodeo, beim Rinderhüten, beim Polo, beim Springen und als Reitpferd, ob Western oder klassisch.

Zuchtgebiete

Die Zucht ist weltweit, besonders in den USA.

 

Shetlandpony

Exterieur

Die Shetlandponys gehören zu einer der kleinsten Ponyrassen der Welt. Der Kopf weist ein gerades oder konkaves Profil auf, der Hals ist kurz und kräftig. Der Rumpf ist oft tonnig, der Rücken kann leicht gesenkt sein. Die Beine des Shetlandponys sind wie alles andere auch kurz und stämmig. Das Langhaar ist dicht gewachsen. Viele dieser Merkmale dienen der Verhinderung von Wärmeverlust.

Alle Farben außer Tigerschecken kommen bei dieser Rasse vor.

Die Größe beträgt im Schnitt ca. 100 cm.

Geschichte

Die Shetlandinseln im Norden von Schottland sind die Heimat der nach ihnen benannten Ponys. Über ihre genauen Ursprünge ist man sich im Unklaren, sicher ist nur, dass es sie schon seit ca. 500v. Chr. gibt, worauf archäologische Funde verweisen. Den extrem schlechten Lebensbedingungen, Kälte, Futtermangel, hoher Niederschlag..., haben sich die zähen Ponys sehr gut angepasst. Sie haben Merkmale entwickelt die es ihnen erlauben in diesem rauhen Klima zu überleben. Lange von der Welt durch die isolierte Insellage getrennt, sind sie lange wild und unberührt geblieben. Die Shetlandponys weisen eine enorme Kraft für ihre Größe auf, so daß sie vom Menschen zu schwerer Arbeit benutzt worden sind, als Pack- und Zugtiere und als Grubenponys in den Minen wurden sie vorzugsweise eingesetzt. 1870 gründete Lord Londonderry ein Gestüt auf Bressay, die kleinen Shetlands erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Kindern und die Allgemeinheit wurde auf sie aufmerksam. 1890 führte man das Stutbuch ein, die Zucht weitete sich aus.

Shetlandponys werden oft als Reitpony für Kinder eingesetzt, obwohl ihr eigensinniger Charakter sie nicht immer dafür eignet, ansonsten sieht man sie oft vor Kutschen eingespannt oder sie dienen anderen Pferden einfach nur zur Gesellschaft. 

Zuchtgebiete

Die Zuchtgebiete findet man mittlerweile weltweit.

 

Shire

Exterieur

Das Shire ist das größte Pferd der Welt. Bei ihm sind Größe und Stärke miteinander gepaart, ohne das es grob oder schwerfällig wirkt. Der lange schmale Kopf mit ramsigen Profil, führt zu einem gewölbten, gut aufgesetztem Hals. Das Mittelstück des Shires ist kompakt und gut tief, die Hinterhand schön abgerundet und stark bemuskelt. Die Beine sind beim modernen Shire lang, da heutzutage auf Größe gezüchtet wird, und kräftig mit breiten Gelenken und Fesselbehang.

Braune, Dunkelbraune, Rappen und Schimmel treten auf, der Weißanteil am Kopf ist groß.

Shires erreichen eine Größe von 170-195 cm bei einem Gewicht von über einer Tonne.

Geschichte

Das Shire ist eine relativ junge Rasse, de Name ist erst seit 1884  der Gründung der Shire Horse Society üblich. Im 18. Jahrhundert züchtete man die Pferde ausschließlich für die Landwirtschaft. Damals sollen die Tiere häßlich und schwerfällig gewesen sein. Aufgrund der schweren, lehmigen Bodenkonsistenz beschloss man in den englischen Grafschaften, die alle auf shire endeten (z.B.: Lincolnshire) und somit verantwortlich für den Namen dieser Rasse waren, besonders große, starke Pferde zu züchten, die den Anforderungen entsprachen. Somit wurde der moderne Shire geschaffen.

Heute sieht man den Shire so gut wie ausschließlich eingespannt, ob als Arbeitspferd in der Landwirtschaft, oder als Schaupferd.

Zuchtgebiete

Gezüchtet wird in den USA, England und Australien, seltener auf dem europäischen Festland.

 

Trakhener

Exterieur

Der Trakehner ist das Warmblut mit dem größten Vollblutanteil, daher auch das edle Erscheinungsbild. Der Kopf ist gerade  die klaren Augen und beweglichen Ohren signalisieren höchste Aufmerksamkeit und Intelligenz. Der Hals ist auf der schön geschrägten Schulter gut aufgesetzt. Der Rücken ist gerade und kräftig, der Schweif wird stolz getragen. Bemuskelte Beine mit ausgeprägtem Oberarm- und Sprunggelenk und festen Hufen ermöglichen dem Trakehner raumgreifende Gänge.

Dunkelbraune, Braune und Füchse sind häufig zu sehen, während Rappen und Schimmel seltener auftreten.

Das Stockmaß liegt bei 160-165 cm.

Geschichte

Der Ursprung der Trakehnerrasse ist im 13. Jahrhundert zu suchen. Schweiken (primitiver Landschlag) wurden mit Pferden orientalischer Abstammung gekreuzt, um Arbeits- sowie Reitpferde zu entwickeln, später setzte der Deutschritterorden die Züchtung fort und verfeinerte sie. 1725 ließ Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. die Sumpfgebiete von Trakehnen (heutiges Polen) trockenlegen und errichtete 1731 das königliche Stutamt. Der Trakehner entwickelte sich als hochwertiges Pferd. Oft mussten die Tiere vor feindlichen Armeen evakuiert werden. Ende des zweiten Weltkriegs wurde das Gestüt zerstört, die Pferde mussten im strengen Winter 1448 km vor den Russen fliehen. Ohne Futter und bei eisiger Kälte überlebten nur wenige der Tiere die anstrengende Reise. Der Bestand erholte sich dann aber.

Heute ist der Trakehner ein erstklassiges Pferd für den Leistungssport, vor allem für den Vielseitigkeitssport eignet sich dieses Pferd wegen einer Kombination von Springvermögen, Schnelligkeit und Intelligenz.

Zuchtgebiete

Zucht in Deutschland, Polen und Russland, Nachzuchten weltweit.

 

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