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Jütländer

Exterieur

Der Jütländer ist ein schweres Kaltblut. Er besitzt einen massiven Kopf mit freundlichem Ausdruck, der Hals ist kurz und gerade, der Rücken breit. Besonders die Kruppe des Jütländers, auch Spaltkruppe genannt, ist kräftig und rund. Kurze, säulenartige Beine mit extremen Fesselbehang und riesige Hufe lassen dieses Tier sehr bodenständig aussehen.

Häufig sieht man Füchse in allen Schattierungen mit hellem Langhaar, auch Rappen und Schimmel treten auf.

Das Stockmaß befindet sich zwischen 155-165 cm.

Geschichte

Der Jütländer gehört zu den alten massiven Pferdeschlägen aus der Wikingerzeit. Im Mittelalter war er als Streitross sehr begehrt, vor allem ab dem 16. Jahrhundert wurde er vermehrt in der Landwirtschaft eingesetzt. Der Kaltbluthengst Oppenheim gilt als Stammvater des modernen Jütländers.

Heute wird der Jütländer so gut wie ausschließlich als Arbeitstier verwendet, häufig sieht man ihn vor einer Kutsche eingespannt.

Zuchtgebiete

Zuchtgebiet in Dänemark

 

Lipizzaner

Exterieur

Der Lipizzaner, der das Aushängeschild der Hohen Schule ist, ist ein ausgesprochen gut proportioniertes Tier. Seine iberische Abstammung spiegelt sich in seinen gerundeten Umrissen wieder. Der Kopf ist ausdrucksvoll, entweder geramst oder gerade, der Hals ist kräftig, gebogen und hoch aufgesetzt. Rücken und Hinterhand sind gut bemuskelt. Die Beine sind manchmal etwas kurz und kräftig, die Hufe relativ klein und hart.

Heute sind fast ausschließlich Schimmel vorhanden, die als Fohlen schwarz geboren werden und mit zunehmenden Alter weiß werden. Zu früheren Zeiten waren Braune und Rappen häufig vertreten, aus diesem Grund wird in der Spanischen Reitschule traditionell ein brauner Lipizzaner gehalten, um an vergangene Zeiten zu erinnern.

Das Stockmaß des Lipizzaners liegt bei 150-160 cm.

Geschichte

Die unmittelbare Geschichte des Lipizzaners beginnt, als der Erzherzog Karl II. 1580 spanische Pferde in sein Gestüt Lipizza im heutigen Slowenien bringen ließ. Durch Kreuzungen, insbesondere mit Andalusierhengsten entstand die Rasse des Lipizzaners. Der Erzherzog legte bei seinen Züchtungen großen Wert darauf,  Pferde mit großer Sprungkraft und Ästhetik hervorzubringen. 1572 wurde die spanische Reitschule in Wien, bestehend aus einer Holzhalle, errichtet, in der die Lipizzaner zum Einsatz kamen und immer noch kommen. Der Adel sollte hier in die Grundbegriffe der klassischen Reitkunst eingewiesen werden. Erst 1735 wurde ein entsprechend prächtiges Gebäude gebaut. Karl IV. entwickelte starkes Interesse an den Tieren und förderte ihre Zucht, so dass der heutige Lipizzaner entstehen konnte.

Heutzutage sieht man die edlen Tiere fast ausschließlich in der Hohen Schule bei Vorführungen, die stets ausverkauft sind.

Zuchtgebiete

Die Zucht findet in Nachfolgestaaten der Österreich- Ungarischen Dynastie, sowie in Italien statt.

 

Lusitano

Exterieur

Der Lusitano ist dem Andalusier sehr ähnlich, obwohl er wesentlich weniger Araberanteil besitzt. Der edle Kopf wird von einem hochaufgesetzten Hals getragen, die gut bemuskelte Hinterhand, sowie die langen Beine verleihen ihm die nötige Konsistenz und Eleganz für die hohe Schule.

Schimmel, Braune, Füchse und Falben sind die häufigsten Farben.

Das Stockmaß liegt zwischen 150-160 cm.

Geschichte

Der Lusitano stammt vom iberischen Pferd ab, er ist benannt nach dem römischen Namen für Portugal, Lusitania. In Mittelportugal setzt man ihn in der Landwirtschaft ein, im Tejo- Gebiet dagegen ist er in Stierkampfarenen zu finden. Der Stier wird in Portugal nicht getötet, so dass der ganze Kampf vom Pferd aus stattfindet, die Stierkampfpferde werden verehrt und gehegt. Bevor die Hengste zur Zucht zugelassen werden, erlernen sie in der Regel zuerst die Kunst der Hohen Schule.

Heute hat sich zu früher nicht viel geändert. Nach wie vor werden die Lusitanos für Stierkämpfe, die Hohe Schule und die Landwirtschaft gezüchtet.

Zuchtgebiete

Das Zuchtgebiet befindet sich in Portugals Hügelland Ribatejo, Alentejo, sowie auf den Gestüten d'Andrade und Veiga.

 

Morgan

Exterieur

Der Morgan ist ein starkes, elegantes Pferd. Der Kopf weißt ein gerades bzw. leicht konkaves Profil auf, Ohren- sowie Maulpartie sind klein. Der Hals ist kräftig und hoch aufgesetzt, die Schulter schräg, daraus ergibt sich die hohe Kopfhaltung. Der Rücken ist kurz und gerade, die Hinterhand leicht gerundet und gut bemuskelt. Das Langhaar fällt beim Morgan extrem lang aus, die lang getragene Mähne wird vom Genick abwärts ein paar Zentimeter geschoren, um die Nackenpartie besser sichtbar zu machen, den Schweif sieht man im Stall oft geflochten um die natürlichen Wellen zu fördern.

Der Morgan ist in der Regel braun oder fuchsfarben mit kleinen Abzeichen.

Das Stockmaß ist bei 140-155 cm anzusiedeln.

Geschichte

Der Ursprung dieser Rasse ist in der Kolonialzeit zu suchen. Einem Zufall verdankt der Morgan seine Existenz, der amerikanischer Schulmeister T. Justin Morgan kaufte einen Junghengst (geboren 1793), von dem er so begeistert war, dass er beschloss ihn zur Zucht anzubieten. Das erstaunliche war, das das Fohlen, egal von welcher Stute stammend, seinem Vater immer auf Ebenbild glich. Der nur 140cm große Hengst wurde berühmt. Als sein Besitzer starb wurde das nach ihm benannte Pferd weiterverkauft. In dieser Zeit zeigte sich erst seine wahre Konsistenz, Justin Morgan musste schwere Arbeit in der Landwirtschaft verrichten und außerdem an Renn- und Fahrprüfungen teilnehmen, bei denen er nie geschlagen wurde. Alle von ihm gezeugten Fohlen zeigten deutlich ihre Herkunft. 1821 wurde die Rasse Morgan offiziell anerkannt.

Heute ist der Morgan ein ideales Allroundpferd, er ist in allen Bereichen des Pferdesports zu finden und eignet sich zusätzlich optimal als Freizeitpferd.

Zuchtgebiete

Die Zucht beschränkt sich auf die USA.

 

Mustang

Exterieur

Der Mustang ist das typische Indianerpony. Er ist stämmig mit geramsten Kopf, und hat kurze Beine. Das Auffälligste ist die lang gewachsene Mähne.

Farben kommen alle vor.

Der Mustang hat ein Stockmaß zwischen 140-150 cm.

Geschichte

Die Conquistatoren führten die Ahnen des Mustangs nach Amerika ein. Die Tiere, die die Kämpfe zwischen Indianern und Conquistatoren überlebten, vermehrten sich in Wildherden in der Prärie. Die Indianer und Cowboys bedienten sich dieser herrenlosen Reitpferde, die sich zu widerstandsfähigen Tieren entwickelt hatten. Als sich die Rinderzucht auf die Ranchs zurückzog, wurden neue Anforderungen an das Westernpferd gestellt, es sollte nun größer und schneller als der Mustang sein. Dieser wurde nicht mehr gebraucht, fraß den Rindern das Weidegras weg und wurde aus diesem Grund so gut wie ausgerottet.

Seit 1957 ist der Mustang durch die American Mustang Association gesetzlich geschützt, häufig lebt er in Reservaten und wird als amerikanisches Kulturgut geschätzt. Außerdem ist er auch heute noch als Westernpferd begehrt.

Zuchtgebiete

Die Zucht beschränkt sich auf die USA.

 

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